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Jeder ausländische Musiker braucht eine Arbeitsbewilligung

Du bist aus Europa und spielst solo oder in einer Band und hast Auftritte in der Schweiz?
Immer mehr Kantone verlangen von Musikern und Künstlern, die mehr als 7 Tage in der Schweiz auftreten, eine Arbeitsbewilligung. Ein Tag zählt bis max. 24.00 Uhr, danach beginnt der zweite Tag. Das heisst also, ein Auftritt z.B. von 20.00-02.00 Uhr entspricht zwei Arbeitstagen.
Eine Arbeitsbewilligung muss bis spätestens 8 Tage vor einem Auftritt eingeholt werden. Man muss sich dafür mit Passwort als selbständig Erwerbstätiger anmelden.
www.entsendung.admin.ch/cms/content/willkommen_de Auf Meldeverfahren klicken, dann Formular ausfüllen und absenden. Beispiel:

Die Band
Bandstrasse 100
PLZ Ort
Österreich/Deutschland etc.

Meldungs-Nr.: 100000000
Referenz-Nr.: -

Datum Entscheid: 00.00.2015


MELDEBESTÄTIGUNG DER ERWERBSTÄTIGKEIT VON SELBSTÄNDIG ERWERBSTÄTIGEN

Betreffend:

ZEMIS-Nr.       Name, Vorname, Geburtsdatum, Staatsangehörigkeit

17310476        Marber, Manfred, 00.00.19oo, AUT

Einsatzdauer:

z.B 18.09.2015 - 19.09.2015   

Einsatzort: 9400 Rorschach
Genaue Bezeichnung: Hauptstrasse 100
Zweck der Dienstleistung: Unterhaltung Musik Ausgeübte Tätigkeit: Musik

(dann alles ausdrucken und jedesmal zum Auftragsort mitnehmen) Diese Bestätigung gilt als Beleg dafür, dass die Meldung gemäss den oben erwähnten Angaben erfolgt ist. Sie stellt hingegen keine Genehmigung allfälliger Abweichungen von den gesetzlichen Meldefristen dar. Bitte beachten Sie dazu die allfälligen Hinweise auf dieser Bestätigung. MELDEVERSTÖSSE KÖNNEN SANKTIONIERT WERDEN. Vorbehalten bleiben auch die wirtschafts-, gesundheits- und gewerbepolizeilichen Vorschriften sowie weitere mit der Berufsausübung verbundenen Auflagen. Jeder ausländische Musiker muss sich selber anmelden, es kann keine Sammelanmeldung gemacht werden. Diese Anmeldung kann nicht von der Agentur übernommen werden, aus rechtlichen Gründen. Bei einem Verstoss kann es sein, dass eine Busse in der Höhe von 800.- SFr. pro Tag ausgestellt wird. Eine Strafverfolgung ist ebenfalls möglich. Beim dritten Verstoss darf man nicht mehr in der Schweiz arbeiten. Die Kantone haben vermehrt angefangen, alles zu kontrollieren und diese Vorschriften durchzusetzen. Ebenso wird das Thema Quellensteuer immer aktueller (siehe nachfolgenden Link):
steuerportal.ch/news/auslandische-kunstler-musiker-und-sportler-im-interkantonalen-steuerwettbewerb Eine Hilfestellung, die wir auf der Bervagabunden-Homepage gefunden haben:

Quellensteuer Schweiz

Künstler, Musiker, Bands

Für deutsche Musiker (sowie Künstler, Bands, Referenten u.v.a.) ist vom Schweizer Auftraggeber eine Quellensteuer (französisch: impôt à la source) an den jeweiligen Kanton abzuführen. Die beauftragten Musiker können hierüber eine Bescheinigung beim Kanton anfordern und diese in Deutschland steuerlich geltend machen. Die Spielregeln sind denkbar einfach, wenn es gelingt, nicht „deutsch“ zu denken. Man kalkuliert (hier exemplarisch ohne Hotelunterbringung) wie folgt: Vom geforderten Gesamthonorar werden meist 20% Gewinnungskosten (Spesen) abgezogen. Vom Ergebnis (Differenz) werden die Quellensteuern herausgerechnet. Die Quellensteuern werden dann vom Gesamthonorar subtrahiert. Wer’s ein mal kapiert wundert sich über das Achselzucken der Kollegen – versprochen!
Beispiel: Abrechnung Auftraggeber Ich als Schweizer beauftrage eine Band aus Deutschland.
Das geforderte Honorar der Künstler beträgt brutto umgerechnet CHF 10.000.
Ich addiere meine Unterbringungskosten für die Musiker von beispielsweise CHF 1.000: CHF 10.000 Gage der Künstler
+ CHF 01.000 Hotel
= CHF 11.000 Gesamtkosten
Von dieser Summe ziehe ich 20% Gewinnungskosten ab: CHF 11.000 Gesamtkosten abzgl. 20% Gewinnungskosten (CHF 2.200)
– CHF 02.200 Gewinnungskosten
= CHF 08.800
Hiervon ist die Quellensteuer abzuziehen. Je nach Kanton variieren die Prozentsätze für die Quellensteuer; im Beispiel sind es 20%: CHF 08.800 abzgl. 20% Quellensteuer (CHF 1.760) Diese CHF 1.760 Quellensteuer muss ich meiner deutschen Band abziehen: CHF 10.000 Gage
– CHF 01.760 Quellensteuer
= CHF 08.240 Nettohonorar auszahlen
Bei meinem Kanton melde ich mich nach meiner Veranstaltung schriftlich mit dem entsprechenden Formular (oder ich habe Glück und in meinem Kanton geht es bereits online). Mein Kanton wird mir dann eine Bezugsprovision von (beispielsweise) 3% erlassen.
Beispiel: Abrechnung Musiker (Künstler) Meine Band aus Deutschland wird von einem Schweizer gebucht.
Ich will nach Abzug der Quellensteuer netto ein Honorar von umgerechnet CHF 10.000 erhalten.
Ich addiere meine Unterbringungskosten (beim Veranstalter vorher erfragen) für die Musiker von beispielsweise CHF 1.000: CHF 10.000 Gage der Künstler
+ CHF 01.000 Hotel
= CHF 11.000 Gesamtkosten
Von dieser Summe ziehe ich 20% Gewinnungskosten ab: CHF 11.000 Gesamtkosten abzgl. 20% Gewinnungskosten (CHF 2.200)
– CHF 02.200 Gewinnungskosten
= CHF 08.800
Hiervon ist die Quellensteuer abzuziehen. Je nach Kanton variieren die Prozentsätze für die Quellensteuer; im Beispiel sind es 20%: CHF 08.800 abzgl. 20% Quellensteuer (CHF 1.760) Diese CHF 1.760 Quellensteuer muss ich zu meinem Honorar addieren: CHF 10.000 Gage
+ CHF 01.760 Quellensteuer
= CHF 11.760 Bruttohonorar fordern
Beim Kanton des Auftrittsortes fordere ich eine schriftliche Bestätigung an, dass mein Auftraggeber die Quellensteuer abgeführt hat, und nehme diese zu meinen Belegen für mein Finanzamt.